Auf Einladung der Stadt tauschten sich Ende Mai Funktionäre der Bludenzer Musikvereine zu den Auswirkungen der Coronakrise auf das aktuelle Vereinsleben aus.

Die Harmoniemusik Bings-Stallehr-Radin, den Musikverein Braz, die Stadtmusik Bludenz und die Eisenbahnermusik Bludenz vereinen derzeit dieselben Probleme: Seit März finden aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus keine Proben mehr statt, Muttertags- und Platzkonzerte mussten abgesagt werden, die Vereinstätigkeiten wurden de facto eingestellt. „Der so wichtige soziale Faktor im Vereinsleben wurde auf ein Minimum reduziert“, bedauert Kulturstadtrat LAbg. Christoph Thoma die aktuelle Entwicklung, und ergänzt, „dass Vollproben aufgrund der Ansteckungsgefahr bis dato nicht möglich waren“.

Die aktuellen Lockerungen der Bundesregierung machen Mut, dass man spätestens im Spätsommer die beliebten Blaskapellen mit über 200 Musikantinnen und Musikanten inkl. Nachwuchs wieder live erleben kann. Alle vier Vereine arbeiten bereits an der Zukunft, schmieden neue Ideen. Etwa über Proben und anschließende Auftritte in Kleingruppen mit Einhaltung der 1-m-Abstandsregel.

Zudem kommen finanzielle Einbußen hinzu, die durch Einnahmenausfälle bei Konzerten, Geburtstagsständchen und insbesondere bei den traditionellen Haussammlungen entstehen. Dem gegenüber stehen Miet- und sonstige Fixkosten. Notwendige Investitionen wie etwa Neuanschaffungen von Instrumenten werden vereinsintern neu bewertet. Besonders wichtig ist allen, dass die Jugendarbeit rasch wieder aufgenommen werden kann.

Die Kreativität vieler Musikantinnen und Musikanten zeigt jedoch, wie wichtig die Vereine für das Stadtleben sind. Vielerorts hörte man – nicht nur am „Tag der Blasmusik“ – von Balkonen und Gärten feine Musikklänge. Social Media und die Webseiten wurden ganz neu genutzt, auch um das Innenleben aber auch die einzelnen Musikantinnen und Musikanten vorzustellen.

„Wir werden alles dafür tun, dass unsere Vereine gut durch die Pandemie kommen und bekennen uns zu den Förderungen“, schließt Kulturstadtrat Thoma. Weitere Gespräche mit Bludenzer Kulturvereinen sind in nächster Zeit angedacht

Text und Foto Stadt Bludenz