Die Standschützenkapelle

Als Gründungsjahr der Bludenzer Musik gilt das Sturmjahr 1848.

Die Standsch�tzenkapelleAls Gründungsjahr der Bludenzer Musik gilt das Sturmjahr 1848.

Bereits 1828, also 20 Jahre früher existierte in Bludenz eine Feldmusik, die allerdings nur bei kirchlichen Anlässen musiziert haben dürfte. 


Aufgrund verschiedener Umstände darf aber mit Berechtigung angenommen werden, dass diese Feldmusik, deren Mitglieder aus einem Ansuchen an den Stadtmagistrat namentlich bekannt sind, eine Vorläuferin der Bludenzer Musik war.

 

 

Der Harmoniemusikverein

Bis zum Jahre 1884 war die Musik von Bludenz eine Kapelle ohne jeden vereinsmäßigen Charakter. Auf Initiative von Hermann Gassner, einem Sohn Johann Gassners, kam es am 12. Dezember 1884 zur Gründung des „Harmoniemusikvereines“ im großen Saal des Gasthauses Krone.

So wurden die nun 36 Jahre bestehende Musik von Bludenz in den „Harmoniemusikverein“ umgewandelt.

Die Stadtmusik Bludenz

Eine neue Ära leitete 1952 Kapellmeister Heinrich Kühnl ein, dessen Bestreben es war, die Musiker zu anspruchsvoller Musik hinzuführen und somit das Ansehen und die Wertschätzung der Kapelle in hohem Maße zu fördern.

Diese Bemühungen wurden von der Stadtgemeinde im Jahre 1955 durch die Verleihung des neuen Namens „Stadtmusik Bludenz“ entsprechend gewürdigt. Unter der Führung von Kapellmeister Kühnl konnte die Musik 1953 einen 1. Rang in der Kunststufe beim Landesmusikfest in Bregenz erringen. Die Ernennung zum Ehrenkapellmeister 1964 war die verdiente Krönung seiner erfolgreichen Arbeit.

Stadtmusik unter Baumgartner

Mit Herbert Baumgartnerfolgte 1964 ein junger Kapellmeister nach, der dem Verein neue Impulse gab und durch zielstrebige Arbeit zu musikalischen Höhepunkten anspornte. In guter Erinnerung ist aus dieser Zeit die „Big Band“, die sich größter Beliebtheit erfreute. Das Amt des Vorstandes in dieser bedeutenden Ära bekleidete Direktor Ewald Schnetzer. Ebenso produzierte die Stadtmusik ab dem Jahre 1964 erstmals Rundfunkaufnahmen im ORF Studio Dornbirn, welche zum Teil in Ö1 und Ö2 gesendet wurden.

Auch unter dem Schüler Baumgartners, Georg Morre, der die Stadtmusik ab 1974 leitete, konnte der Verein das hohe Leistungsniveau halten und viele junge Kräfte in die Kapelle eingliedern, die mit viel Ehrgeiz und Freude ihren älteren Vorbildern nachfolgten.

Mit der Taktstockübergabe an Georg Morre begann auch eine neue Ära in der Vereinsleitung. Als der damals 25 Jahre junge Mag. Willi Burtscher die Vorstandsagenden von Ewald Schnetzer übernahm, ahnte niemand, dass nun die längste Amtszeit eines Vorstandes der Stadtmusik Bludenz begonnen hatte.

Fernsehaufnahmen mit der Stadtmusik Bludenz unter Kapellmeister Georg Morre (1977)

Mit unermüdlichem persönlichen Einsatz und viel organisatorischem Talent entwickelte er die Stadtmusik zu einem Verein mit hohem öffentlichen Ansehen und wuchs zur zentralen Integrationsfigur heran. Drei Kapellmeister konnten sich während seiner 23 Jahre währenden Vorstandstätigkeit auf einen funktionierenden Verein verlassen. In seiner Ära fallen neben der Neuanschaffung der Trachten in der bestehenden Form sowie der Durchführung von 2 Bezirksmusikfesten die Initiative zu einer eigenen Vereinsfahne. Viele Jahre hindurch war er auch musikalischer Leiter der Bauernkapelle und seine verbindenden Worte in den traditionellen Cäciliakonzerten erfreuten sich bei8 der Bevölkerung großer Beliebtheit.

Im Jahre 1984 wurde auf Initiative des Mitgliedes Elmar Dür die beliebte Bauernkapelle der Stadtmusik reaktiviert, die seither bei zahlreichen vereinsinternen und öffentlichen Anlässen mit viel Schwung und Begeisterung zur Freude der Zuhörer aufgespielt hat.

1985 übernahm Musikdirektor Herbert Beck die Kapellmeisterstelle und konnte bereits nach kürzester Zeit durch verschiedene musikalische Erfolge seine Befähigung und seine hohe Musikalität unter Beweis stellen. Beim Bezirksmusikfest 1989 konnte die Stadtmusik zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte eine Vereinsfahne in Besitz nehmen, die von Fahnenpatin Heidi Comploj und Fähnrich Bruno Egele voll Stolz der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Mit Mag. Thomas Ludescher trat anfangs Dezember 1991 ein junger, dynamischer Vollblutmusiker an das Dirigentenpult und setzte neue Maßstäbe. Mit seiner ihm eigenen Zielstrebigkeit und einem hohen musikalischen Gestaltungsvermögen gelang ihm eine weitere Leistungssteigerung, die auch vom Publikum durch eine beachtliche Erhöhung der Besucherfrequenz, insbesondere bei den traditionellen Cäcilia-Konzerten honoriert wurde. Die allgemeine Wertschätzung des agilen Dirigenten zeigt sich in der Wahl zum Landeskapellmeister, die auch der Stadtmusik zur Ehre gereichte.Stadtmusik unter Thomas Ludescher 1955

Die organisatorische Führung der Stadtmusik wurde 1998 für drei Jahre von Dipl.-Ing. Rainer Huber übernommen, bevor im Jahre 2001 Norbert Walch den Verein für weitere sechs Jahre führte. Während seiner Amtszeit war die Stadtmusik mit einem weiteren Dirigentenwechsel konfrontiert.

Ab Dezember 2004 steht die Stadtmusik unter der musikalischen Leitung von Andreas Schuchter, einem ambitionierten und talentierten Dirigenten-Schüler von Thomas Ludescher.

Ende 2006 übernimmt Dipl.Ing. (FH) Jürgen Zoller die organisatorische Führung des Vereins als Obmann.

Ende 2009 kommt es erneut zu einem Führungswechsel, zum Obmann wird Alois Tschanun gewählt, der diese Aufgabe Ende 2010 an Fleisch Edgar (siehe unter "Ausschuss") weitergibt.

Dirigent Peter Engl (2010 bis Mai 2013) übergibt im Juni 2013 den Dirigentenstab an den jungen, engagierten Musiker Christoph Gell - dem ersten Kapellmeister aus den eigenen Reihen. Leider verläßt Christoph Gell nach dem überaus erfolgreichen Cäciliakonzert mit dem Silvestermarsch 2016 Bludenz und ist nun im hinteren Bregenzerwald beheimatet.

Für das Frühjahr 2017 hat Klaus Melmer die musikalische Leitung unseres Vereines übernommen. Ab Herbst 2017 wird Thomas Haas als Schüler von Thomas Ludescher ans Dirigentenpult treten.

Die Chronik der Stadtmusik Bludenz berichtet von herausragenden Leistungen und schönen Erfolgen, aber auch von Krisen und schweren Zeiten. Bleibt zu hoffen, dass der Verein das hohe musikalische und kameradschaftliche Niveau zum Wohle unserer Stadt und zur Freude unserer Bevölkerung auch in Zukunft beibehalten kann. Dazu bedarf es allerdings der aktiven Unterstützung der Öffentlichkeit und großzügiger Freunde und Gönner, die den Verein tatkräftig fördern.

Fototermin 2006

Foto vom: Sonntag 5. November 2006 (Klicken für Großansicht!) 

Wichtige Aktivitäten der Stadtmusik Bludenz seit 1987:

1987: Konzertreise nach Straßburg
1988: Mitwirkung bei Fernsehsendung "Wer A sagt, muss auch B sagen"
         Konzertreise nach Plettenberg (BRD) - Partnerstatt von Bludenz
1989: Veranstalter des Bezirksmusikfestes
         Fahnenweihe; Fahnenpatin: Heidi Comploy
1990: Konzertreise nach Trossingen (BRD)
         Teilnahme am 11. österr. Blasmusikfest in Wien
1992: Konzertreise nach Borgo (I) - Partnerstadt von Bludenz.
         Teilnahme unseres Schlagzeugensembles beim "Spiel in kleinen
         Gruppen" mit ausgezeichneten Erfolgen sowohl beim Landes- als
         auch beim Bundeswettbewerb
1993: Konzertreise nach Wasseralfingen (BRD)
1994: Bezug eines neuen Probelokals bei der Volksschule "Bludenz-Mitte"
1995: CD- und MC-Produktion mit dem Titel "Städtle spezial"
1996: Konzertreise nach Jagstheim (BRD)
1997: Konzertreise nach Innsbruck-Saggen
1998: Veranstalter des Bezirksmusikfestes
1999: Teilnahme an den Landeswertungsspielen in "Gruppe D" mit aus-
         gezeichnetem Erfolg
2000: Wiederbelebung des früher traditionellen Parkfestes
2001: Konzertreise nach Leutkirch (BRD)
         Gründung und Konzertpremiere unseres Jugendblasorchesters
2002: Teilnahme an den Landes- und Bundeswertungsspielen in "Gruppe D"
         mit jeweils großem Erfolg.
2003: Teilnahme unseres Jugendblasorchesters am Landes- und Bundes-
          wettbewerb mit jeweils großem Erfolg
2004: Konzertauftritt bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten
2006: Teilnahme an den Landeswertungsspielen in "Gruppe D" mit großem
         Erfolg
         Teilnahme unseres Jugendblasorchesters am Landeswertungsspiel in
         "Gruppe B" mit Gruppensieg und höchster Punkteanzahl aller teil-
         nehmenden Blasmusikkapellen

2007: Ausgezeichneter Erfolg beim Marschmusikwettbewerb in Fluh in "Gruppe B"

2008: Konzertreise nach Pennewang (OÖ) - Gemeinschaftskonzert mit dem dortigen                   Musikverein

2010: Teilnahme an den Landeswertungsspielen in Wolfurt unter Peter Engl: *höchste          Punktezahl    (91,5) in Stufe C; * bester Solist in Stufe C: Jürgen Zoller, Trompete;* Bester Satz in Stufe C: unser Hornsatz mit Satzführer Edgar Fleisch.

2014: Weinlesefest in Barr/Elsass

2014: Teilnahme an den Landeswertungsspielen in Dornbirn

 

08.12.2012 | 33007 Aufrufe